Skitour auf die Pfälzer Hütte – Tag 1

Zwei Tage in den Liechtensteiner Alpen

Tag 1 – Der Aufstieg

Es regnet schon den ganzen Morgen in Friedrichshafen. Kaum vorstellbar, dass es im Laufe des Tages an unserem Zielort schönes sonniges Wetter haben soll – Malbun in Liechtenstein mit seiner wunderbaren alpinen Kulisse.

Eine Tourenskiausrüstung haben nicht alle einfach mal so zuhause liegen – auch ich nicht! Daher bin ich froh, dass es gut sortierte Sportfachgeschäfte gibt bei denen man seine Ausrüstung ausleihen kann.

Ich habe meine Ausrüstung bei Baumhauer Outdoorsport ausgeliehen. Hier bekommt ihr ein Top-gerichtete Ausrüstung auf höchstem Niveau.

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Unsere Ski, die Ausrüstung und die gesamte Verpflegung für dreizehn Personen konnten wir in unseren Fahrzeugen unterbringen. Und wir hatten immer noch genügend Platz in den Fahrzeugen. Zumindest ein wenig mehr wie unser Fabian hier.

 

 

 

 

Auf der Fahrt nach Malbun muss man in Vaduz, der Hauptstadt Liechtensteins, über eine große Anzahl Serpentinen zunächst einige Höhenmeter mit dem Auto überwinden. Um in das Gebiet Malbun zu kommen fährt man durch einen einspurigen Tunnel hindurch. Bis dorthin hatten wir schlechtes Wetter mit Regen und dicken Wolken. Bei der Ausfahrt aus dem Tunnel verfielen wir in Staunen – Sonnenschein pur, als wären wir wo ganz anders gelandet.

Wir parkten die Fahrzeuge im Ortsteil Steg (1300 mNN) auf einem kostenlosen Parkplatz mit Toilettenanlage für die letzte Erleichterung vor dem Aufstieg. Nachdem wir das Material aus den Fahrzeugen geräumt und das Proviant in unseren Rucksäcken verstaut hatten haben wir unsere Tourenski für den Aufstieg vorbereitet.

Die Felle wurden noch an den Fahrzeugen an den Tourenski befestigt. Die Lawinensuchgeräte wurden von unseren Guides auf die Batterieleistung und Funktionalität überprüft. Ansonsten haben wir für den Aufstieg leichte Funktionsbekleidung angezogen. Atmungsaktive Unter- und Oberbekleidung eigneten sich optimal. Nur die Hardshelljacke sollte immer griffbereit verstaut werden, falls es unerwartet stark windet oder gar mit schneien oder regnen anfängt.

Damit wir es beim Packen unserer Rucksäcke leichter hatten bekamen wir musikalische Unterstützung. Dadurch fielen uns die sehr schweren Rucksäcke leichter und die ohnehin schon super Stimmung wurde noch lockerer.

Dann ging es endlich los. Nach einem letzten Check des Lawinensuchgeräts (PIEPS) geht unser Weg zunächst mit geringer Steigung, entlang des Gänglisees und der dortigen Loipe, ins Valünatal. Bis zum Naaftal ist die Steigung eher gering, dann wird sie mäßig mit kurzen steilen Abschnitten bis zur Pfälzer Hütte.

Auf dem Weg zum Naaftal genießen wir die Sonne und die atemberaubende Natur des Valünatals. Die Schneebedeckten Bäume und die mächtigen Schneemassen lassen von einem richtigen Winterwonderland träumen.

Wie viel Schnee hier liegt ist kaum zu fassen, doch wieviel es noch wird werden wir erst noch erleben dürfen.

Auf dem Weg zur Pfälzer Hütte legen wir immer wieder kurze Pausen ein um zu trinken und eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen.

Und weiter geht’s den Hang hinauf. Bei der Einkehr in das Naaftal (ca. 1650 mNN) haben wir einen herrlichen Blick auf unsere bisher zurückgelegte Strecke.

So richtig körperlich Anspruchsvoll ist die Strecke nicht, außerdem bietet sie ein wunderbares Panorama auf die umliegenden Berge. Die Strecke führt weiter das Naaftal entlang zum Bettlerjoch auf welchem die Pfälzer Hütte (2108 mNN) steht.

Der Himmel zieht gegen Ende unserer Tour ein wenig zu. Wolken ziehen auf und man merkt dass die eigenen Kräfte ein wenig nachlassen. Doch die Stimmung beim Aufstieg war super und das über die gesamte Zeit hinweg..

Eine letzte Anstrengung bis zur Pfälzer Hütte ist noch zu bewältigen, ein letzter kurzer aber steiler Anstieg. Dann ist man vor dem Winterraum der Pfälzer Hütte. Aber weit gefehlt wer denkt, dass hier eine warme Stube und ein fertiges Essen auf einen warten.

Mit den Lawinenschaufeln müssen wir uns erst einmal den Weg zur Tür freischaufeln. Die Eingangstür selbst liegt unter dem Schnee. Zum Glück wurde in die Tür eine kleinere Tür eingebaut, welche etwas höher liegt. So mussten wir nicht die gesamte Eingangstür freiräumen.

Nach dem Anfeuern des Ofens dauerte es keine zwei Stunden und wir ließen die dicksten Schichten unserer Kleidung fallen. Der Raum wurde warm und wir waren bereit für unser üppiges Abendessen.

Mit dem Essen haben wir unsere Akkus wieder aufgeladen und hatten genügend Kraft um gemeinsam Spiele zu spielen, zu singen und zu trinken.

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Abenteuerlich war lediglich der Toilettengang auf dieser Hütte. Denn der war nicht in der Hütte sondern davor, in der freien Natur. Bei den vorhandenen Schneeverhältnissen gar nicht so einfach.

 

Teil 2 der beiden Tage in den Liechtensteiner Alpen folgt kommende Woche…

Ihr könnt gespannt sein,

 

– euer Tom –

 

 

 

 

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