Schneeschuhwandern im Allgäu

Zunächst einmal wünsche ich ein frohes neues Jahr, euch allen!

Was gibt es schöneres als die ersten Tage im Jahr im Schnee zu verbringen?

Ich habe mich, nach meinem letzten Winterwanderversuch daran gemacht zu schauen welche Möglichkeiten es gibt doch durch tiefen Schnee zu wandern ohne bis zu den Knien einzusinken.

Es bleiben einem zwei Möglichkeiten. Die eine ist sich Tourenski anzuschaffen, was sehr kostspielig sein kann und die zweite wäre sich Schneeschuhe an die Wanderstiefel zu befestigen.

Diese zweite Variante habe ich in Isny im Allgäu getestet. Ich habe Schneeschuhe der Firma TSL ausgeliehen und habe mich mit einigen Mitstreitern in Isny beim Langlaufstadion getroffen.

Hier steht ein kostenfreier Parkplatz zur Verfügung und man kann auch direkt ab dem Parkplatz die Schneeschuhe anziehen und losmarschieren.

Doch bevor es losgeht sollte man sich kurz in das neue Gerät einweisen lassen. Die Steighilfe und die Riehmen sollten bekannt sein um sich bei Bedarf schnell Abhilfe leisten zu können.

Die Steighilfe ist, wie beim Tourenski, ein Bügel welcher bei steileren Abschnitten des Wanderweges umgelegt werden kann. Meine Schneeschuhe hatten zwei Einstellungen des Steigbügels, für mässigere Anstiege und für steile Anstiege.

Natürlich darf man hier seine Wanderstöcke nicht vergessen. Empfehlenswert sind Stöcke mit einem breiten Teller um mit diesen nicht im Schnee zu versinken.Bei einer Sichtweite unter fünfhundert Metern sind wir losgelaufen. Das Allgäu um Isny hat sich ganz in weiß gehalten. Der Übergang zwischen Boden und Himmel war teilweise nur an den Bäumen zu erkennen.Mein Glück war, dass ich an einer geführten Wanderung teilgenommen habe. Sonst wäre ich bei dem nebligen Wetter recht schnell vom Weg abgekommen und hätte nicht mehr zum Parkplatz gefunden.

Beim Schneeschuhwandern sollte man, um Kräfte zu sparen, sich im Gänsemarsch fortbewegen. Der erste, welcher den Tiefschnee platt drückt, hat den schwersten Job. Er hat den Tiefschnee für die Nachfolgenden begehbar zu machen.

Da es sich bei unserer Wanderung nicht um steile Berggipfel handelte, welche wir bezwingen mussten, sondern um das hügelige Württembergische Allgäu, konnten wir auch getrost nebeneinander gehen. Der Fitness halber!

Aus Spaß kann man den Tiefschnee auch richtig genießen indem man die Hügel nach unten und wieder nach oben rennt. Sehr anstrengend aber auch eine willkommene Abwechslng für alle denen es nicht anstrengend genug ist.

Unser Weg führte uns immer entlang der Wälder. Dort wurde das Wetter zwar nicht besser jedoch konnten sich hier unsere Augen vom weiß in weiß etwas am Grün erfreuen.

Aussichten wie hier konnten wir leider nur im Bild betrachten. Die Fiktion und Realität konnten unterschiedlicher nicht sein. Am Ende des Weges hatten wir dann doch in 5,75 Kilometern quasi einen Wandersprint hingelegt. Auch mit der Zeit konnten wir zufrieden sein.

Als Fazit bleibt, dass das Schneeschuhwandern eine echte Alternative für das Querfeldeinwandern ist. Ob ihr es im flacheren Teil des Allgäus oder doch lieber im Gebirge versucht hängt von der eigenen Fitness ab.

Ich für meinen Teil werde es auf jeden Fall wieder versuchen. Diesmal dann in den Bergen.

Aber Vorsicht! Am Berg sollte man sich zuvor über die Lawinengefahr im jeweiligen Gebiet erkunden.

Seid ihr schon einmal mit Schneeschuhen unterwegs gewesen? Lasst es mich wissen. Welche Touren könnt ihr empfehlen? Ich freue mich über eure Kommentare.

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