Power Wochenende auf der Lindauer Hütte – Teil 2

Die Nacht habe ich trotz 8-Mann Zimmer gut überstanden. Wahrscheinlich waren alle im Zimmer ziemlich müde und konnten daher super schlafen. Vielleicht haben aber auch die Weizenbiere und leckeren Mostschorle am Abend dazu beigetragen, dass das Schlafen leichter fiel. 

Morgens ist auf der Lindauer Hütte jedenfalls einiges los. Das Frühstück ist nicht gerade üppig, sodass man sich überlegen sollte von Zuhause selbst noch etwas mitzunehmen. 

Wir waren wegen des Felses auf der Hütte und da wollten wir jetzt auch wieder hin. Die Beine, noch ein wenig schwer vom gestrigen Klettersteig, fühlen sich in den Bergstiefeln wieder so richtig wohl. Das setzt für den Zustieg zum Klettergarten noch ein bisschen Kraft frei. 

Zwischen fünfzehn Minuten und einer Dreiviertelstunde variierten die Aussagen von Internet, Anschrieb auf der Hütte (30min) und Angestellten der Hütte, bis zum Klettergarten am unteren Fuß der Drei Türme. Tatsächlich waren es dann 20 Minuten. Am Fels angekommen werden Helm und sonstiges Geschirr angelegt. Es kommen doch immer wieder kleinere Steinchen von oben herab. Als nächste schwierige Herausforderung kommt die Routensuche auf uns zu. Die Schwierigkeiten und Namen sind zwar angegeben, jedoch nicht analog zur Topo die wir aus dem Internet haben. Demnach empfehle ich euch erst mal keine Topo. Es sei denn ihr habt den Alpinkletterführer Vorarlberg dieser beschreibt die Routen optimal. Eines sagen jedoch alle, egal ob Internet oder Kletterführer:

Ihr braucht ein 70 Meter Seil !!! 

Ohne dieses seid ihr in der Wand aufgeschmissen. Dann fehlt euch sonst ein großes Stück Seil, was beim Abseilen zum Problem werden kann. Jetzt kanns ans klettern gehen. Feinster Kalkstein bietet Möglichkeiten jeglicher Schwierigkeiten um die Wand zu erklimmen. Die Routen sind von einer auf gleich mehrere Seillängen ausgelegt. So kann man hier den ganzen Tag, bei Wechsel zwischen Sonne und Schatten, am Fels genießen. Selbst der Ausblick von der Wand ist fantastisch. 

Beim Abschied aus dem Gauertal lohnt sich noch einmal der Blick zurück. Die Sicht auf die Drei Türme ist unbeschreiblich und man träumt schon wieder vom nächsten Besuch. Dieses Mal dann auf einen der Türme. 

Ich verabschiede mich aus dem Tal und es geht mit dicken Armen und schweren Beinen zurück zur Golmer Bahn und deren Bergstation. Diese, wie im ersten Teil dieser Story beschriebenen, 1,5 Stunden kommen einem ewig vor. Aber auch sie haben ein Ende. 

Glücklich sitzen wir in einer der Gondeln der Bahn und verspeisen noch einige letzte Vorräte. Doch beide sind wir uns sicher, dass einer der Türme noch dran kommt. 

Wart ihr schon mal im Gauertal? Lasst es mich wissen wie ihr eure Tour geführt habt! 

Ich verabschiede mich jetzt erst mal bis Ende der kommenden Woche. Dann gibt’s wieder neue Artikel. 

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