Känzele Klettersteig

Jedes Mal wenn ich die österreichische Autobahn A14 auf Höhe Bregenz in Richtung Deutschland fahre kann ich meinen Blick nicht auf die Straße konzentrieren.

Es ist nicht etwa die Furcht vor dem Pfändertunnel, es ist eher der Blick auf das rötlich erscheinende Felsband, welches sich oberhalb der beiden Tunnelröhren befindet, der mir die Konzentration raubt.

Ich denke mir, das müsste doch ein optimales Stück Fels sein, in welches man einen Klettersteig einbauen könnte. Nach einer der vergangenen Fahrten auf der A14 habe ich mich an den PC gesetzt und im Internet nach Kletter- oder gar Klettersteigmöglichkeiten gesucht. Und siehe da: der Känzelesteig.

Im Internet wird man schnell fündig wenn man den „Klettersteig Känzele“ sucht. Die Anfahrt, sowie der Zustieg zum Steig sind hier gut beschrieben, jedoch muss man sich beim kurzen Zustieg auch ein bisschen auf sein Gefühl verlassen, da Markierungen fehlen.

Man benutzt am besten den Parkplatz des Burgrestaurants um sein Fahrzeug abzustellen. Dieser ist kostenfrei.

Anschließend begibt man sich südwärts auf den „unteren Känzeleweg“. Diesem folgt man unterhalb des Felsens des Gebhardsbergs bis man an einem Grundstück ankommt, ab hier geht man parallel zum Felsband, in Richtung Osten. Nach kurzer Zeit gelangt man durch ein erstes Wildgatter und dann, oberhalb vorbei an einer alten Hütte durch ein zweites Wildgatter. Von hier an sind es noch ca. 5 Minuten den gut ausgebauten „Unteren Känzeleweg“ entlang bis zum Einstieg.

Im Frühling ist die Leiter durch das noch nicht vorhandene Laub gut zu erkennen gewesen. Im Sommer kann sich die Suche nach der Leiter natürlich ein bisschen erschweren. Ein kleiner Wegweiser am Weg deutet jedoch auf den Einstieg des Steigs hin.

Direkt an diesem Wegweiser hat man auch die Möglichkeit seine Klettersteigausrüstung anzulegen.

Alles angelegt geht es an den ersten Klettersteig des Jahres 2018.

Kurz noch die Hinweistafel studiert und schon befinden wir uns auf der Leiter, welche den Beginn des Steigs markiert.

Schon nach ein paar Höhenmetern kann man sich zwischen zwei Varianten entscheiden. Wir haben uns für die etwas schwierigere, rechte Variante, entschieden.

Nach einer steilen, plattigen Stelle hielt der Steig eine Überraschung für uns bereit. Der Steig wurde anscheinend erweitert, ohne dass es irgendwo vermerkt ist. Wir machten uns natürlich auf in dieses „Abenteuer in Unbekannte“. Eine Querung nach rechts, ca. 10 Meter, eröffnet eine neue Route.

Diese Route hat sich absolut gelohnt, da sich an einer Stelle tatsächlich ein kleiner Überhang befindet. Wohl die schwerste Stelle des gesamten Klettersteigs.

Nach dieser schwierigen Stelle geht es sehr rasch dem Ende entgegen. Man erreicht den „Oberen Känzeleweg“. Dieser führt entlang der Kante wieder zurück zum Parkplatz an welchem unser Fahrzeug steht.

Ein Klettersteig der anstatt eines Abendspaziergangs oder auch Früh morgens vor der Arbeit gut angegangen werden kann, da der Zu- und der Abstieg insgesamt in einer halben Stunde bewältigt werden kann.

Im Steig selbst befindet man sich ca. eine halbe Stunde.

Auch lässt er sich optimal mit den Steigen Örfla sowie den beiden Kapf & Kessi zu einem schönen Sportklettersteigtag im Rheintal verbinden.

 

So erkämpften wir uns, am ersten Klettersteigtag, Mut und Kraft für das kommende Jahr!

Erzählt mir von euren ersten Bergtouren dieses Jahr! Ich freue mich auf eure Kommentare und Nachrichten.

 

Ein Kommentar zu „Känzele Klettersteig

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