Klettern am Känzele

Nachdem mir der Klettersteig am Känzele, im Gebirgsstock Pfänder, so gut gefallen hat habe ich mich sofort auf den Weg in die nächste Buchhandlung gemacht um mir einen Kletterführer für das Känzele zu besorgen.

Bei der Buchhandlung Fiederer in Friedrichshafen konnte ich den Kletterführer für Vorarlberg bekommen. Dieser beinhaltet sehr viele Sportklettergebiete in Vorarlberg, unter anderem auch das Gebiet am Känzele.

Für die Anfahrt und die Parkmöglichkeiten lest ihr einfach im vorherigen Blogeintrag über das Klettersteigen am Känzele nach.

Auf siebzehn Klettersektoren ist das Klettergebiet am Känzele eingeordnet. Wenn man den Kletterführer liest werden einem die Sektoren und die Routen sehr gut beschrieben.

Nachdem es  im Kletterführer hieß, dass man einen Zustieg zum Sektor „Dschungelbuch“ auch von oben her, und damit ohne Wanderung, bewältigen kann, freuten wir uns auf das zweimalige 25 Meter lange Abseilen zum Sicherungsstand.

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Jedoch war die Beschreibung im Kletterführer derart schlecht, dass wir wegen der Suche, von oben, nach dem richtigen Sektor mindestens eine Stunde Zeit vergeudet haben.

Eine Sicherung des Seils um sich abzuseilen hätte nur funktioniert, wenn man das Seil um einen dünnen Baum gelegt hätte oder die ersten paar Meter OHNE Sicherung, an der ca. 45 Meter hohen Wand, zur Sicherungskette geklettert wäre.

Dieses Riskio waren wir nicht bereit einzugehen. Also wieder weiterwandern, einmal um das Känzele herum. Schließlich haben wir, von unten her, den Einstieg zur Wand doch noch gefunden.

  • Also bitte – nehmt direkt den Zustieg zur Wand von unten und seilt euch nicht ab! Außerdem schädigt das Abseilen auch den Bäumen, wenn man sich an ihnen sichert.

Endlich die richtige Wand gefunden! Der Sektor „Dschungelbuch“ macht seinem Namen alle Ehre. Man klettert an Gebüschen und Bäumen vorbei, die wild aus dem Konglomerat wachsen. Manchmal sind die Steine bereits von Ameisen oder ähnlichen Geschöpfen besiedelt, sodass es ab und zu schön an den Fingern kitzelt.

Einige Schwierigkeiten bereiten auch die umgefallenen Bäume welche, mitten durch die Route, im Weg liegen.

Hier ist Geschick beim umklettern der Pflanzen und Bäume gefragt.

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Der Blick außerhalb der Baumwipfel auf das, vor einem liegende, Bregenzer Umland, sowie das Rheintal bishin zum Pizol, entschädigte auch jede Unannehmlichkeit bei Zustieg oder Routenwahl.

Das Kongolmerat ist ein besonderes Stück Fels. Zum einen bietet es überall mindestens kleinste Tritte und kleinste Griffe aber auch etwas größere Steinchen welche zum Greifen optimal sind. zum anderen hat man jedoch immer wieder einen losen Stein in der Hand oder es bricht ein Tritt ab auf welchem man eben noch gestanden hat.

Die Vielfältigkeit der Routen ist am Känzele immens und die Anfahrt sowie der Zustieg (wenn man es denn richtig macht) sind sehr einfach. Sodass einem weiteren Trip ans Känzele nichts im Wege stehen wird.

Als kleiner Bonus bietet das Känzele auch einige Möglichkeiten zum bouldern. Ob neben dem Parkplatz oder am Fuße der Sektoren gibt es immer wieder kleinere Felsen die für’s bouldern geeignet sind. Auch diese sind teilsweise im zuvor genannten Kletterführer beschrieben.

Für was steht der Pfänder Gebirgsstock bei euch? Welche Sportarten macht ihr hier am liebsten? Oder ist der Beitrag der Anreiz für einen Ausflug hierher? Lasst mir Kommentare da.

Bis bald, euer Tom.

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