Riding the Longboard

Als Jugendlicher war ich oft auf den Skateparks in meiner Umgebung unterwegs, über den obligatorischen Ollie, den Boardslide, Fiftyfifty oder die Miniramp bin ich jedoch nie hinausgekommen. Das hat mir zum Glück etliche blaue Flecke mehr erspart, doch auch den Spaß am skaten zu Teilen genommen.

Geärgert haben mich auch immer die Fahrten zu den Skateparks. Mit meinem Board war ich immer zu langsam oder unbeweglich. Die Erfindung des Longboards war für mich eine wunderbare Sache. Das Hinfallen auf Skateparks, mit über dreißig, war somit abgehakt. Diese Blöße musste ich mir nicht mehr geben.

Lange gerade Straßen, leicht abschüssige Straßen, kurvige Straßen – eigentlich egal, hauptsache es kommen nicht so viele Autos und man hat Platz.

So habe ich mir eine schöne Route rausgesucht um dieses Longbaord auf Herz und Nieren zu testen.

Von Friedrichshafen über Eriskirch nach Langenargen.

Als Start habe ich den Parkplatz des Dehner in Friedrichshafen ausgesucht. Von dort aus ist es zunächst eine über zwei Kilometer lange ebene Gerade die bis Eriskirch führt. Selbst der Straßenbelag schien hierfür optimal zu sein.

So habe ich mich also zum ersten Mal im Leben auf ein Longboard gestellt.

Im Grunde genommen nichts anderes wie mein altes Skateboard. Doch die Länge und die Geschwindigkeit sind etwas ganz anderes. Mein Glück, dass ich eine Zeit lang auf dem Snowbaord die Skipisten unsicher gemacht habe. Denn das Fahren auf dem Longboard ähnelt dem Fahren auf dem Snowboard.

So geht es mit ein paar kräftigen anschieb-Tritten in Richtung Eriskirch. Die gerade Strecke und der super Straßenbelag sind sehr hilfreich um mich an das Board zu gewöhnen.

Kleine Schwünge und Bremsversuche waren auf jeden Fall mit dabei.

Die Schwünge auf dem Longboard helfen das Gleichgewicht zu trainieren. Auch wird die untere Bein- und Fußmuskulatur beim Longboarden angestrengt, sodass hier auf jeden Fall ein sportlicher Effekt zu erzielen ist.

So geht es weiter durch Eriskirch hindurch. Auf einer sehr schönen Holzbrücke quert man in Eriskirch die Schussen und biegt anschließend direkt danach nach rechts in Richtung Langenargen ab. Immer entlang der Schussen geht es jetzt leicht bergab. Ein absoluter Traum. Man fährt nicht zu schnell und kann aufgrund der schnellen Rollen und Kugellager richtig gut vorankommen ohne groß anzuschieben.

Vorbei an einem kleinen Alpaka-Hof auf welchem die Tiere entspannt in der Sonne liegen kommen wir dann nach Langenargen rein. Die Qualität des Straßenbelags ließ seit einem Bahnübergang, die letzten zwei Kilometer, etwas zu wünschen übrig. Doch sehe ich schon Besserung.

Gleich nach dem Ortsschild Langenargen kommt ein kleines Waldstück durch welches man durchfährt. Bei der bestehenden Hitze war der Schatten eine willkommene Abwechslung.

Hier kann ich nur den Boulderfelsen von Langenargen anpreisen. Dieser lässt sich super mit dem Longboarden verbinden. Als Entspannungsteil zwischen den Problemen die man dort angehen kann.

Vorbei an den zahlreichen Villen und dem schönen Strandbad Langenargen befindet sich ein kleines Problem vor uns.

Kopfsteinpflaster! – Direkt vor der Einfahrt zu Schloß Montfort und der Kirche St. Martin fängt es an holprig zu werden. hier hat man zwei Möglichkeiten. Die eine ist, dass man sein Longboard unter die Arme nimmt und trägt, die Andere ist, dass man das Kopfsteinpflaster umfährt.

Ein kurzes Stück muss man gehen, dann kann man direkt wieder auf sein Longboard stehen. Der Weg, welcher direkt zum Schloß Montfort führt fährt man bis kurz vor die Eingangstore, dann kann man nach links abbiegen und fährt entlang der Ufermauer bis ans Ende des Hafenbereichs.

Mit dem Longboard kann man auch bis zum Malereck fahren, dem Naherholungsgebiet der Einheimischen.

Wenn man diese Strecke auch wieder zurückfährt hat man dann doch Pi mal Daumen 17 Kilometer hinter sich.

Alles in allem ist das Longboard ein optimales Gerät um abzuschalten, sich anzustrengen oder auch eine Alternative für das Fahrrad (bei wenig Verkehr und optimaler Straße).

Erzählt mir von euren Longboard Ausfahrten! Wart ihr schon mal auf ungewöhnlichen Strecken unterwegs? Lasst es mich wissen! Ich freue mich.

 

– Euer Tom –

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