Klettersteig Widerschrofen

Der Klettersteig Widerschrofen befindet sich direkt oberhalb des bezaubernden Örtchens Schnepfau im malerischen Bregenzer Wald.

Der Sportklettersteig hat eine Ausrichtung nach Westen und ist abends sehr empfehlenswert. Auch deshalb wird er gern Abendrotsteig genannt.

Man fährt über die österreichische L200 und nimmt die Ausfahrt direkt bei Schnepfau. Den Felsen des Steigs kann man schon bei der Ausfahrt gut erkennen wenn man in Richtung Osten schaut. Am Ende des Dörfchens ist eine wunderschöne ca. 100 Meter hohe Felswand zu erkennen.

Nun fährt man die eine Straße in Richtung der Wand und stellt sein Fahrzeug, im Schatten des Waldes, in einer Linkskehre auf dem dortigen Parkplatz ab.

Vom Parkplatz aus geht es in den Wald hinein und dort knapp fünf Minuten entlang des Flüsschens. An einer plattgetrampelten Stelle kann man nach links abbiegen und das Flüsschen überqueren. Hierfür ist auch als Hilfsmittel ein Seil an einem Baum befestigt.

Nun steht man vor der über 100 Meter hohen Felswand. Eine Tafel weist einem den Einstieg in den Steig. Hier hat man dann die Möglichkeit aus zwei Varianten auszuwählen. Eine linke und leichtere sowie die Rechte, welche als schwerer beschrieben wird.

Zum Warmwerden haben Manuel und ich es zunächst an der linken Variante versucht. Es geht anfangs am blanken Fels, ohne Tritte auf Höhe der Baumwipfel, quer zu diesen.

Die Tritthilfen fangen gleich an, sobald man die Bäume unter sich gelassen hat. Ab hier wird es einfacher. Fast ein Leitersteigen am Fels mit der Schwierigkeit C.

Auf der Hälfte beider Varianten kann man diese wechseln. Hier gibt es einen Quergang mit Pausenmöglichkeit. Eine Bank mitten am Fels mit einem schönen Ausblick über Schnepfau mit Blick in Richtung Sonnenuntergang.

Nach der kurzen Verschnaufpause klettern wir weiter an der linken Variante. Es ist stets steil aber nie überhängend. So kommen wir, inklusive Pause, nach einer knappen halben Stunde am Ende des Steigs an.

Der Abstieg erfolgt über einen kleinen Pfad durch den Wald bergab bis zu einem Forstweg. Diesem folgt man bis zum Parkplatz.

Am Parkplatz kann man sich dann nochmal überlegen ob die zweite Variante noch zu schaffen ist oder nicht.

Für Manuel und mich keine Frage. Wir sind ja da um den Steig auf Herz und Nieren zu prüfen.

Also wieder los. Dieses Mal die, laut Klettersteigführer, schwerere Variante.

Die beginnt weiter rechts wie der Einstieg zur ersten Variante, wenn man vor der Wand steht.

Auch bei der zweiten Variante geht es zunächst ohne Tritte quer zu den Wipfeln. Aber man merkt schnell dass hier die Tritte ausbleiben. Zumindest in der Häufigkeit wie sie bei der ersten Variante vorhanden waren.

Der Schwierigkeitsgrad D ist hier durchaus gerechtfertigt. Jedoch ist es nicht wirklich schwer wenn man sich am Stahlseil hochzieht. Der Fels ist euer Freund, zieht euch an ihm hoch und nicht am Stahlseil.

Das Ende der zweiten Variante ist unweit dessen der Ersten. So gibt es zum Abstieg nichts Neues zu erzählen.

Der Steig ist bei einer weiten Anreise nicht sehr empfehlenswert, jedoch ein tolles Ausflugsziel wenn man aus der Gegend kommt oder im Bregenzer Wald seinen Urlaub verbringt. Gerade abends ist er faszinierend um den Steig, wie sein Name schon sagt, im Abendrot zu genießen.

Nennt mir eure Sportklettersteige. Oder habt ihr schon Erfahrungen am Abendrotsteig gemacht? Lasst es mich wissen. Ich freue mich auf eure Kommentare und Nachrichten.

Viel Spaß beim Lesen!

Euer Tom

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