Millet Rise-up Camp

Es war wohl nur Glück dass ich einen Kurztrip nach Chamonix-Mont-Blanc gewonnen habe. Früher hieß das Mal Preisausschreiben. Dank Baumhauer-Outdoorsport konnte ich mit einer Begleitperson am Millet Rise-Up Camp teilnehmen. Der Trip beinhaltete den Aufenthalt in einem Chalet in Chamonix sowie drei Tagen Aufenthalt inklusive Verpflegung und Einem tollen Aktionstag.

Chamonix mit Mont Blanc.

Die Firma Millet feiert 2021 ihr hundertjähriges bestehen. Und das gleich richtig, das war gut – für mich und meinen Begleiter. Es geht für drei Tage in den Wintersportort Chamonix-Mont-Blanc am Fuße des Höchsten Bergs in den Alpen.

…Chamonix ist trotz seiner nicht einmal 11 000 ständigen Einwohner seit zwei Jahrhunderten die ausgeflippteste Berggemeinde des europäischen Kontinents, wenn nicht des gesamten Planeten…

Jon Krakauer, Auf den Gipfeln der Welt. 2000

Angekommen gegen 14:00 Uhr haben wir erstmal unser Zimmer übernommen und sind ein wenig durch Chamonix geschlendert um unseren Hunger von der langen Fahrt zu stillen. Um 16:00 Uhr war dann ein großes Hallo im Chalet mit den anderen Gewinnern des Rise-Up Camps. Diese kamen aus Österreich, Südtirol und der Schweiz. Insgesamt eine richtig tolle Truppe, welche sich gleich gefunden hat und dies am ersten Abend auch ausgiebig zeigten.

Produktvorstellung von Millet.

Eine kurze Nacht später stand zunächst das Frühstück und einiges an Kaffee auf dem Terminplan bevor es dann zur Compagnie des Guides de Chamonix Mont Blanc ging.

Der älteste Bergführerverband der Welt an der Wiege der professionellen Bergführerei.

Millet

Die Bergführer der Compagnie des Guides de Chamonix Mont Blanc gelten schon seit langem zu den besten der Welt. Wir hatten das Glück gleich drei von ihnen als Instrukteure dabei zu haben. Zusätzlich waren Philipp Brugger und Lorenz Frutiger (Millet-Athleten) unsere Guides welche uns eine ordentliche Einführung in das Eisklettern gaben.

Lorenz ist ein Bergführer aus Grindelwald, der Gemeinde der Eiger-Nordwand und mit Blick auf das eindrucksvolle Eiger-Möch-Jungfrau-Massiv.

Philipp ein 30-jähriger Bergsteiger aus Tirol. Als Profibergsteiger kennt er sich im Eisklettern bestens aus und beklettert die Wände der Welt.

Unser Augangspunkt war der Parkplatz an der Haltestelle Le Buet in Vallorcine. Einem typischen Skiort vor Chamonix an der franco-schweizerischen Grenze. Auf dem Parkplatz haben wir bereits unsere Steigeisen und Klettergurte sowie -helme angelegt und unsere Rucksäcke gepackt. Es war ein kurzer Fußmarsch in die Cascade de Berard. Eine tiefe Schlucht die der Eau de Berard in den dortigen Fels gefressen hat und Eiskletterern im Winter einen tollen Sportplatz bietet.

Im Tiefschnee zum Eisklettern.

Durch den tiefen Neuschnee gelangten wir in die Schlucht. Neben uns türmten sich die Eiswände auf und wir waren schon auch ein wenig erstaunt weshalb das Wasser nicht aus der Schlucht sondern von den Seitenwänden herkommt. Lorenz hatte hier eine einfache Erklärung dafür: Beheizte Wasserrohre benetzen den Maschendrahtzaun, welcher über den Fels gespannt ist. Die eisige Kälte tut ihr Übriges hinzu. Quasi ein Sporteiskletterzentrum im Freien.

Eisklettern im Toprope.

Die netten Guides haben zu allererst die Seile für’s Toprope gelegt und uns anschließend gesichert. Ab da hieß es „Feuer-frei“. Diverse Routen von einfach bis mittelschwer durften wir hier begehen. Die Eispickel konnten hier gut in das Eis gehauen werden. Die Steigeisen fanden guten Tritt, sodass uns ein super Klettertag bevorstand. Zur weiteren Aufheiterung kam sogar noch die Sonne heraus.

Auf meinen ersten Routen wählte ich selbst die einfacheren Routen, dennoch waren meine Unterarme diese Anstrengung nicht gewohnt. Schon nach wenigen Metern (und ohne ausreichendes Aufwärmen) merkte ich den Pump in den Unterarmen. Dies besserte sich zum Glück nach einigen Versuchen wieder.

Viel Spaß beim Klettern.

Der warme Tee, die Sonne und der Spaß am Eisklettern ließen uns die Eiseskälte vergessen, die im Tal herrschte. Immer wieder hat es mich gepackt und ich musste wieder rauf auf’s Eis, was für die sichernden Guides gar kein ungefährlicher Job war. Immer wieder flogen Eisbrocken, welche der Kletterer losgetreten hat, die ca. 20 Meter in Richtung Boden. Du weißt dann auch warum du beim Eisklettern einen Helm trägst.

Es war zwar nur ein Tag den wir beim Eisklettern verbrachten dennoch hatten wir saumäßig viel Spaß dabei.

Ice-Buddies.

Am Abend des zweiten Tages stand uns, nach dem Abendessen noch ein kleines Schmankerl bevor. Philipp Brugger erzählte uns exklusiv von seinem letzten Trip ins Karakorum, Pakistan. Er versuchte sich hier an einem 7000er gemeinsam mit einem Freund. Auf einer freundschaftlichen Ebene erzählte er uns sein Abenteuer und zeigte die tollen Bilder aus einer menschenleeren Gegend. Danach hat er tapfer unsere vielen Fragen zum Höhenbergsteigen und den Reisen ins ferne Karakorum, in lockerer Runde, beantwortet.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt am Eisklettern oder dem Höhenbergsteigen, dann kann ich euch die Spezialisten beim Outdoorsportladen Baumhauer in Friedrichshafen empfehlen.

Bis dann und alles Gute.

-Euer Tom-

2 Kommentare zu „Millet Rise-up Camp

  1. „Im Tiefschnee zum Eisklettern“ ist ei geile Foto! Ich finde den Bericht super, motiviert mich das selber mal zu probieren. Bisher klettern ich nur ganz normal in warmen Gefilden. Danke dafür 🙂

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